Sonntag, 27. Mai 2012

Die unendliche Geschichte des Käkula (: (Titel variabel)

Die Idee:
Wir schreiben eine Geschichte, an der so viele Leute wie möglich mitwirken, und sehen was dabei herauskommt; hauptsache wir haben so viel Spaß wie möglich (:
Der Anfang ist bereits gemacht:


Maren:
Prolog

Rot. Fingerabdrücke auf weißer Wand. Blut. Tod. Verwesung. Der Geruch abgestorbenen Fleisches. Maden. Klaffende Wunde, so rot wie weit aufgerissene Münder. Tote, farblose Augen. Ins Nichts starrend. Blinzeln. Worte. Tote reden nicht. Schreie.

Mein eigener Schrei klang noch Minuten in meinen Ohren nach, nachdem ich aus dem in letzter Zeit immer wiederkehrenden Albtraum erwacht war. Mein Herz flatterte wie ein kleiner Vogel in meiner engen Brust. Fahrig fuhr ich mir mit der klammen, kalten Hand über die schweißnasse Stirn. Nur schwer konnte ich die Panik im Zaum halten, die mir die Kehle zuschnürte, während ich mich in meinem dunklen Zimmer umsah. Die Fensterläden waren geschlossen. Gedämpftes Licht drang durch die Ritzen. Es musste wohl früh am Morgen sein. Vorsichtig, ein Bein nach dem anderen auf den Fußboden stellend, kroch ich aus den zerwühlten Laken und tappte lautlos Richtung Zimmertüre. Nur noch wenige Zentimeter trennten mich von der Klinke, als ich mit dem nackten Fuß in etwas kaltes, klebriges trat. Augenblicklich erstarrte ich und die Angst verwandelte sich sofort in Panik. Keuchend und stoßweise glitt mein Atem über meine Lippen. Eine Gänsehaut breitete sich auf meinem Rücken aus und der Schweiß klebte kalt auf meiner Haut. Ein klägliches Wimmern kroch meine trockene Kehle hinauf und raubte mir die Luft zum atmen. Meine Finger zitterten so stark, als ich sie nach dem Lichtschalter ausstreckte, dass ich mehrere Anläufe brauchte, ihn herunterzudrücken.

Ebru:

Ich atmete erleichtert aus. Es war nur eine Pfütze. Ich dachte es wäre Blut. Doch wie konnte das Wasser hierher kommen? Langsam öffnete ich die Tür zum Bad. Die Tür ging quietschend auf. In der Wanne lag mein kleiner Bruder und strampelte um sein Leben. Schnell ging ich zu ihm und half ihm heraus.
,,Was ist passiert?" Meine Stimme klang immer noch voller Panik. Mein Bruder zitterte in meinen Armen. Er murmelte etwas. Ich beugte mich zu ihm herunter, um es genauer zu hören. ,,...Mama..." Jetzt verstand ich es. Sie war es schon wieder. In mir kochte das Blut und ich war versucht, einfach ein Messer zu nehmen und sie im Schlaf zu erstechen. Doch es war verboten. Ich darf es nicht. Doch ich konnte mit ihr reden. ,,Warte hier. Ich komme gleich wieder." Damit ging ich aus dem Bad und ins Zimmer meiner Mutter. Sie hatte eine Flasche Bier in der Hand. ,,Wieso tust du das?" Meine Stimme klang resigniert.
Sie sah mich einfach mit diesen traurigen Augen an. Als sie merkte, dass ich es bin, fing sie an zu wimmern. ,,Bitte tu mir nichts. Ich habe nichts getan!"
Sie bekam mal wieder einen ihrer Anfälle. Sie dachte, ich wäre das böse. Wie recht sie doch hatte. Jedoch wusste ich das noch nicht.
,,Mama, bitte, wieso tust du das ihm an? Oder mir? Lass uns irgendwo aus."
,,Ich kann es nicht. Ich habe es versprochen."

Debbie:

Ich stöhnte genervt auf: „ Ich habe es satt! Wieso sprichst du nicht mal Klartext?!“ Meine Mutter schüttelte kaum merkbar den Kopf, ihr Körper wurde durchzuckt von unterdrückten Schluchzern. Sie gab ein elendes Bild ab, doch ich konnte kein Mitleid empfinden. Nicht nach alldem, was sie uns antat. Ich HASSTE sie!!!
Ich hasste sie dafür, dass sie meinem kleinen Bruder die Kindheit nahm, die noch nicht mal richtig begonnen hatte. Ich hasste sie dafür, dass sie Tag für Tag in der Wohnung saß, wie ein Zombie und ihre Sorgen im Alkohol ertrank. Ich hasste sie, weil ich in jeder Minute meines Daseins unter Anspannung und Wachsamkeit stand, weil ich wusste, dass sie meinem Bruder wieder was antun könnte und ich doch jedes Mal beinahe zu spät kam.
Ich war verzweifelt, wütend und so schrecklich hilflos! Denn trotz alldem Hass liebte ich sie und dafür hasste ich wiederrum mich…
Ich riss mich von meinen Gedanken los. Meine Mutter saß immer noch auf der schäbigen Couch, Tränen flossen über ihr Gesicht und dann – Ich riss die Augen auf – nahm sie ihre Bierflasche und trank in gierigen Zügen. Ich war fassungslos. Mein kleiner Bruder wäre beinahe ertrunken und sie hatte nichts Besseres zu tun als sich den nächsten Schluck zu nehmen.
Hitze durchzog meine Körper und ich sah nur noch Rot. Wut war alles, was ich noch fühlte.
Ich brüllte auf und ehe ich es selber überhaupt realisierte, stand ich vor ihr und schlug ihr die Flasche aus der Hand. Dann holte ich ein zweites Mal aus und gab ihr eine Ohrfeige. Entsetzt fasste meine Mutter sich an die Wange. Mit großen Augen und weit geöffnetem Mund starrte sie mich an. „Böse, du…du bist böse…“, stotterte sie kraftlos. Hilflos hob ich beide Hände in die Luft und ließ sie gleich wieder sinken. Es hatte keinen Zweck.
Alles was ich tun konnte war, mich um meinen kleinen Bruder zu kümmern, der immer noch hustend auf den kalten Fließen im Badezimmer saß.


Kapitel 1

Lena:

Während ich abends im Bett lag und Musik hörte, gingen mir viele Gedanken durch den Kopf. Mir war schon länger klar, dass es so nicht weiter gehen konnte, doch ich wusste keinen Ausweg. Meine Mutter konnte ich nicht alleine lassen. Ohne mich würde sie noch mehr kaputt gehen. Die Hoffnung, dass meine Mutter ihre Alkoholsucht besiegte, hatte ich auch schon lange aufgegeben. Aber ich konnte meinen Bruder nicht weiter so leben lassen. Er sollte nicht so eine Kindheit haben wie ich. Mit diesem Gedanken und dem festen Entschluss, etwas zu ändern, schlief ich ein. Am nächsten Morgen weckte mich wieder ein fürchterlicher Schrei. Ich rannte ins Zimmer meines Bruders. Er lag dort tränenüberströmt. Er hörte nicht auf zu schreien. Hektisch versuchte ich, ihn zu beruhigen und da sah ich es: sein ganzer Hinterkopf blutete und mir wurde bewusst, dass ich den Krankenwagen rufen musste. Wie oft hatte ich über den Moment nachgedacht, in dem jemand meine Mutter zu sehen bekam? Würde das alles besser machen? Würden sie mich und meinen Bruder in ein Heim stecken? Ein fürchterliche Angst durchzuckte mich.



Elisa:

Ich bekam Panik und wusste nicht ob es unsere Situation nicht noch verschlimmern würde, wenn jemand über meine Mutter Bescheid wusste. Fabis urplötzliches Verstummen entschied die Sache. Ich rannte in den Flur, griff nach dem Telefon und wählte mit zitternden Fingern den Notruf. Als schließlich jemand abnahm erklärte ich verzweifelt, dass mein Bruder sich den Kopf gestoßen hätte und dringend Hilfe benötigte und nannte unsere Adresse. Man versprach mir so schnell wie möglich zu kommen. Nachdem ich aufgelegt hatte, sank ich auf den Boden und fing ich an zu schluchzen. Ich musste mich zusammenreißen um meinem Bruder zu helfen. Ich rappelte mich schnell auf, ging zur Haustür und stieß sie auf, damit die Ärzte nicht klingeln mussten. Als ich am Wohnzimmer vorbei lief, sah ich meine Mutter wimmernd auf der Couch liegen. Ich war wütend und wollte sie anschreien, aber meine Sorge um Fabi ließ mich, zumindest vorerst, die Wut vergessen. Zurück in Fabis Zimmer beugte ich mich kniend über ihn und überprüfte seinen Atem, nach einer kurzen Schrecksekunde vernahm ich die kurzen, flachen Atemzüge.
Endlich hörte ich ein Auto, das mit quietschenden Reifen vor unserem Haus zum Stehen kam. Ich blieb sitzen und als die Haustür aufgestoßen wurde rief ich: "Helfen sie uns! Wir sind hier. Bitte kommen sie schnell, er blutet."
Ich spürte wie jemand hinter mich trat und fing wieder an zu schluchzen: "Er...er hat sich...gestoßen!"
Ich wollte mich gerade nach unserem Helfer umdrehen als sich eine mit einem Tuch bedeckte Hand über meinem Mund schob. Schreien, dachte ich, du solltest schreien. Doch ich kam nicht mehr dazu, denn mein Kopf verwandelte sich in Watte und alles verschwamm vor meinen Augen. Kurz bevor mein Verstand völlig wegdriftete fiel mir ein, was die ganze Zeit so falsch gewesen war. Schon die ganze Zeit herrschte Totenstille, keine Sirenen hatten die Ankunft eines Krankenwagens angekündigt.



Lydia:

Mein Körper gehörte mir nicht mehr. Wo war ich? Meine Gelenke und meine Gedanken ließen sich nicht kontrollieren. Was war passiert? Vollkommen verwirrt und orientierungslos tauchten Erinnerungen vor meinem inneren Auge auf. Das Gefühl von warmen Kakao im Bauch. Der Geruch von Büchern. Mein Vater. Die Beerdigung. Der schwere Schleier von Trauer. Farben, viele Farben. Rot, Ockergelb, Gold und ein wenig Blau. Rauch. Der Geschmack von kaltem Vanille-Eis. Doch langsam lichtete sich diese Wüste aus millionen Sandkörnern von Gefühlen und Eindrücken. Wie schnelle Schnappschüsse kamen neue Bilder. Fabian. Blut. Zittrige, blutige Hände. Wimmern. Telefon. Mum. Das Geräusch von einem heftig bremsendem Auto. Und Watte.

Konzentrier dich, Luz.

Das erste was ich tat, war atmen. Ruhig, aus- und einatmen. Ich bemerkte das stramme Stück Stoff, dass zwischen meinen Zähnen und um meinen Kopf gebunden war und noch mehr Stoff, dass sich in meinem Mund befand und mir das Atmen erschwerte. Instinktiv wollte ich es rausholen, aber auch meinen Hände waren gefesselt. Ein stechender Schmerz an meinen Handgelenken. Auch die Fußknöchel waren ruppig mit einem dicken Seil zusammengebunden. Ich lag seitlich, halb auf dem Bauch. Es roch beißend nach Urin, der kurz meine Augen zum Tränen brachte. Der Boden war kalt, trockener Parkplatz-Beton. Aber das hier war kein Parkplatz. Es sah viel mehr wie ein verlassener Platz unter einer Brücke aus. Plötzlich packte mich kalte Angst. Schweiß lief meinen Rücken herab. Wurde mein Albtraum jetzt wahr? Sie überran mich, bis das gerade noch ruhige Atmen allmählich keuchend wurde. Aber ich durfte jetzt keine hastigen Bewegungen machen. Sonst bemerkten sie es. Zu spät.

"Hey, Noin. Ich glaube unsere Kleine ist jetzt wach.", sagte eine unbekannte männliche Stimme.

Jetzt hörte ich Schritte. Ich wurde schnell und trotzdem sachte umgedreht, doch meine Hände, die immer noch auf dem Rücken zusammengebunden waren wurden dadurch zerquetscht. Ich schämte mich für mein unwillkürliches Wimmern, riss aber schnell wieder die Augen auf, um zu sehen, wer mich da anfasste.

Ich sah in eisige graublaue Augen. Ein Wind wehte kalt über uns hinweg und der Fremde starrte mich unverwandt an, während sich seine dunkelbraunen, fast schwarzen Haare im Wind bewegten. Er biss anscheinend die Zähne zusammen, denn sein Kiefer war angespannt und seine Augenbrauen leicht zusammen gezogen. Doch das, was mich abermals wimmern ließ, waren seine Pupillen. Sie waren klein und schwarz und doch konnte ich klar erkennen, dass sie oval statt rund waren.
Dass sie nicht menschlich waren.
Meine schmerzenden Hände fingen an zu zittern, eine Welle der Übelkeit wanderte über meinen Körper und ich wollte nur noch weg. Schnell. Mein Wimmern wurde lauter, doch es war mir jetzt egal. 
Verdammte Scheiße.

"Okay, Luz. Ich werde dich jetzt losbinden. Unter der Bedingung, dass du versprichst, nicht wegzulaufen. Ist das klar? Blinzle zwei mal mit den Augen, wenn du zustimmst. Und ich hoffe für dich, dass du das tun wirst."

Kommentare:

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